Unsere Gemüsefruchtfolge wurde mit dem Ziel optimiert, das für eine permanente Bodenbedeckung benötigte Material selbst zu generieren. Ergebnis war eine siebengliedrige Gestaltung, die zwei Jahre Biomasseproduktion über den Sommer beinhaltet. Hierfür wird ein trockenheits- und hitzetolerantes Sudangras-Gemenge angebaut und im Herbst siliert. Auf Flächen ohne überwinternde Gemüsekulturen wachsen über den Winter frostharte Zwischenfruchtmischungen, die im Frühjahr Mulchmaterial liefern.

Die auf unseren Betrieb angepasste Fruchtfolge mit Biomassesaldo der einzelnen Glieder im Überblick:

Darstellung der Fruchtfolge mit Biomassesaldo der einzelnen Glieder
Zwischenfrucht bestehend aus Roggen, Erbse und Triticale

Biomasseproduktion über den Winter

Sudangrasbestand 11 Wochen nach der Aussaat

Sudangrasbestand 11 Wochen nach der Aussaat

Materialstruktur nach dem Schlegeln

Materialstruktur nach dem Schlegeln

Die Biomasseproduktion … Fruchtfolge …

  • Biomasseproduktion über den Winter bis 10 t TM/ha je nach Erntezeitpunkt
  • Roggen für frühe Biomasseproduktion bis Ende Mai
  • Triticale für späte Biomasseproduktion bis Ende Juni

Sudangras als Sommerzwischenfrucht bringt einen hohen Biomassezuwachs bei warmen und auch trockenen Bedingungen bis zu 15 t TM/ha.

Mulch Flow Diagramm zu 7-jährige Fruchtfolge auf 5 ha plus 2000 qm Gewächshäuser

Das Diagramm zeigt, wie sich die im Betrieb verfügbare Menge an Mulchmaterial im Jahresverlauf entwickelt. Vor Saisonbeginn ist ein Bestand an Sudangras-Silage aus dem Herbst vorhanden, der zunächst für frühe Pflanzungen genutzt wird, solange keine oder zu wenig frische Biomasse herangewachsen ist. Wenn dieser Vorrat aufgebraucht ist, steht ausreichend Frischmaterial von den Winterzwischenfrüchten zur Verfügung. Vor Saisonende wird wieder ein Bestand an Sudangrassilage aufgebaut.

N-Flow Diagramm bei Fruchtfolgen im Freiland

Hier wird der Stickstoffimport und -export der einzelnen Fruchtfolgeglieder gegenübergestellt. Auffällig ist, dass speziell in den Jahren 1, 3 und 4 merkliche N-Überschüsse auftreten. Dafür gibt es zwei Gründe: Der Export beinhaltet nur das vermarktete Produkt und nicht die N-haltigen Rückstände. Zudem steht ein Teil des im Mulchmaterial organisch gebundenen Stickstoffs der Kultur nicht im selben Jahr zur Verfügung, sondern wird über die folgenden drei Jahre frei. Das Stickstoff-Plus einzelner Jahre unterscheidet sich also von einem Überschuss aus N-Handelsdüngern. Dieses Plus bleibt im System und leistet einen Beitrag zum Aufbau von Bodenfruchtbarkeit. Der N-Gesamtsaldo der Fruchtfolge liegt annähernd bei Null.