Arztpraxis Gießen

Die Arztpraxis

Unsere Arztpraxis arbeitet ganzheitlich in Partnerschaft mit den Patientinnen und Patienten, um die Gesundheit nachhaltig wiederherzustellen. Wir sind spezialisiert auf eine individualisierte Diagnostik und Therapie. Der Behandlungsschwerpunkt liegt auf klassischen und speziellen Naturheilverfahren.

Öffnungszeiten

Termine nach Vereinbarung

Tel. 0641/498800-40
Fax: 0641/ 49880050
E-Mail: arztpraxis@live2give.de

Wilhelmstraße 4
35392 Gießen

Über uns

Unsere Grundlage liegt in den klassischen Naturheilverfahren, welche darauf abzielen, den Körper dabei zu unterstützen, mit Fehlfunktionen umzugehen und ein gesundes Gleichgewicht wiederherzustellen. Hierbei legen wir großen Wert darauf, zunächst die Ursache der Fehlfunktion zu erkennen und das Krankheitsgeschehen zu verstehen. Dies erfolgt durch ganzheitliche Anamnesen, Laboruntersuchungen und apparative Diagnostik sowohl auf körperlicher als auch auf vegetativer und seelischer Ebene.
Im nächsten Schritt konzentrieren wir uns darauf, die Hindernisse, die dem Erreichen eines optimalen Gesundheitszustands im Wege stehen, zu überwinden. Dabei begleiten wir Sie auf Ihrem Weg, um Ihren Körper schrittweise dabei zu unterstützen, seine natürliche Funktion wieder aufzunehmen. Gemeinsam entwickeln wir ein individuell zugeschnittenes Therapiekonzept, das genau auf das Bedürfnis abgestimmt ist.

Unser Therapiekonzept

Zuhören, verstehen, respektieren

Jede Diagnostik beginnt damit, sich in die Lage der Patientin oder des Patienten zu versetzen. Erst wenn die Problematik und die persönliche Zielsetzung klar erfasst ist, gelingt es, das passende Therapiekonzept anzubieten. Eine respektvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei der die Patienten aktiv in den Entscheidungsprozess ihrer medizinischen Versorgung einbezogen werden.

Unser Therapiekonzept

Aufklären, befähigen, begleiten

Wenn wir verstehen, was uns krank gemacht hat, ist das der erste Schritt zur Gesundheit. Wir möchten Sie durch die Vermittlung von theoretischen und praktischen Fertigkeiten dazu befähigen, selbst der Experte Ihres eigenen Körpers zu werden. Doch das Wissen allein genügt oft nicht zum Überwinden. Zusammenarbeit ist der Schlüssel. Wenn Sie möchten, gehen wir den Weg gemeinsam, bis das Ziel erreicht ist.

Medizinische Diagnostik

  • Ganzheitliche Anamnese

    Erstanamnese ca. 60 Min.

  • Laboruntersuchungen

    inkl. Spezialuntersuchungen (mitochondriale Diagnostik etc.)

  • Sonographie

    Schilddrüse, Abdomen, Doppleruntersuchung Gefäße

  • EKG & Langzeit-EKG

  • 24h-Blutdruckmessung

    Messung ohne Manschette

  • Schlaflabor

    Diagnosegerät für zu Hause

  • Lungenfunktionstest

  • ABI

    Messung der arteriellen Durchblutung

  • Bioimpedanzmessung

    Bestimmung der Körperzusammensetzung

  • VNS-Analyse

    Den Funktionszustand des vegetativen Nervensystems prüfen

  • Mikrobiomuntersuchung

    Diagnostik der Darmflora und Darmschleimhaut

  • Hormonuntersuchungen im Speichel

    Cortisol, Melatonin, Sexualhormone etc.

Unser Angebot

Ganzheitliche Therapieformen

  • Ernährungsberatung

    In der Naturheilkunde hat die Ernährungstherapie schon immer eine hervorragende Stellung. Eine pflanzliche, vollwertige Ernährung ist die Grundlage vieler ganzheitlicher Therapiekonzepte.

    Unsere Ernährung hat einen formenden Einfluss auf unsere Gesundheit, auf unser Denken und auf unser gesamtes Leben. Bei der Ernährungstherapie wird die Gesundheit deshalb durch gezielte Umstellungen erhalten oder verbessert. Dabei soll das Essen gesund sein, aber auch appetitlich und schmackhaft. Bei verschiedenen Krankheitsbildern werden die Ernährungsprinzipien an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst.

    Die Liste der Krankheiten, die man durch Ernährung positiv beeinflussen kann, ist fast unendlich.

    Anwendungsbeispiele für Ernährungstherapie:

    • Diabetes mellitus
    • Übergewicht
    • Krebskrankheiten
    • Herz- und Kreislauferkrankungen
    • Bluthochdruck
    • Schlafstörungen
    • psychische Erkrankungen
    • Psoriasis
    • Asthma
    • Leber-, Galle- und Pankreaserkrankungen
    • Neurodermitis
    • und viele mehr …

    Die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen ermöglicht eine praktische Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse durch individuelle Kochkurse, begleitetes Einkaufen und praktische Nahrungsmittelkunde.

    Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten in aller Regel die in unserer Praxis durchgeführten Ernährungsberatungen.

  • Heilfasten

    Was bewirkt das Fasten?
    Beim Fasten wird die Energiegewinnung wird von Kohlehydrat- auf Fettverbrennung umgestellt. Die offensichtlichste Wirkung zeigt sich am Darm. Regelmäßiges Abführen, Nahrungsentzug und reichliches Trinken führen zur Entlastung. Ein empfindlicher Darm beruhigt sich und der Fastende fühlt sich leichter und entspannter. Der gesamte Stoffwechsel wird auf einen Spargang umgestellt. So senken sich die Pulsfrequenz und der Blutdruck. Auch die Anspannung der Muskulatur verringert sich. Der ganze Mensch fastet und ruht sich aus.

    Allerdings kann gerade die Umstellung von Normalkost auf Fastenkost beschwerlich sein. Während der Körper vorher völlig aktiv im täglichen Leben gestanden hat, soll er jetzt auf Befehl ausruhen. Um Probleme zu vermeiden, ist eine Zeit zum Entlasten – ein Cool-down – notwendig. Stehen Sie häufig unter Stress oder sind Sie jeden Tag voll eingespannt, dann sollten Sie sich auf die Fastenzeit vorbereiten. Bei den angebotenen Fastenkursen empfehlen wir Ihnen, schon zwei Wochen vor der Fastenwoche mit dieser Vorbereitung zu beginnen. Das bedeutet, sich eine Woche nur vegetarisch zu ernähren, eine weitere Woche ohne jegliche tierische Produkte (vegan) zu essen und erst dann eine Woche zu fasten.

    Aber auch durch Ihren Lebensstil können Sie sich vorbereiten: Legen Sie sich in diese Zeit möglichst keine wichtigen Termine, planen Sie bewusst Zeiten für Ruhe ein und meiden Sie Anregungsmittel wie z.B. Zigaretten und Tabak, Alkohol, Kaffee, Schwarztee, Grünen Tee, Matetee oder Kakao.

    Die Umstellung des Organismus betrifft auch die Energiegewinnung. Während der Körper vorher hauptsächlich mit Kohlehydraten versorgt wurde, stellt er während der Fastenzeit auf die Fettverdauung um. Der Brennstoff sind jetzt die so genannten Ketonkörper (Aceton, Aceto-Acetat, Beta-Hydroxy-Butyrat). Diese Ketonkörper sind auch für den typischen Fastengeruch verantwortlich.

    Diese Umstellung auf die Fettverdauung bringt wesentliche gesundheitliche Effekte mit sich:

    - Fasten wirkt entzündungshemmend.

    - Ein überaktives Immunsystem erholt sich.

    - Insbesondere Beta-Hydroxybutyrat schützt das Nervensystem.

    - Fettgewebe wird abgebaut.

    Wenn Sie reichlich trinken, sich ausgiebig bewegen und für eine gute Stuhlausscheidung sorgen, dann erholt sich der Körper und Sie werden sich anschließend deutlich wohler fühlen.

    Gerne Begleiten wir Sie während Ihrer Fastenzeit oder vermitteln Ihnen eine passende Fastenklinik.

  • Lebensstiltherapie

    Lebensstiltherapie (Ordnungstherapie) betrachtete Sebastian Kneipp als die Grundlage aller naturheilkundlichen Therapie. Dies drückte er immer wieder aus:

    „Oft konnte ich den kranken Menschen erst helfen, als ich Ordnung in ihre Seele brachte.“

    Sebastian Kneipp war Pfarrer und Naturheilkundler. Und so schaute er den Menschen in seiner Vollständigkeit an. Er sah bei seinen Patienten die körperlichen Bedürfnisse, das natürliche Verlangen nach Gemeinschaft und den Wunsch nach Frieden mit Gott.

    So sind bei einer naturheilkundlichen Aufnahme der Krankheitsgeschichte und bei der Therapieplanung neben den offensichtlichen Krankheiten auch die Lebensgeschichte, bedeutende Lebensereignisse und die persönliche Glaubensüberzeugung des Patienten von Bedeutung.

    In diesem ganzheitlichen Sinne gehen wir gemeinsam mit Ihnen den Weg zu einer besseren Gesundheit.

  • Komplementäre Onkologie

    Wir verstehen uns als Ergänzung zur konventionellen Onkologie und begleiten Menschen während einer Krebserkrankung. Dabei setzen wir auf naturheilkundliche Therapien. Unser ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt sowohl körperliche als auch seelische Aspekte Ihrer Gesundheit. Ziel ist es, Ihre Lebensqualität zu verbessern, die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers zu stärken und Nebenwirkungen herkömmlicher Therapien zu lindern.

    Unsere naturheilkundlichen Therapien sind wissenschaftlich fundiert und individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. Dazu gehören beispielsweise Hyperthermieverfahren, Phytotherapie, Ozontherapie, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung.

  • Hyperthermieverfahren und PAMP-Immuntherapie

    Es ist eine sehr wirkungsvolle Reaktion: Wenn Bakterien oder Viren unseren Organismus angreifen, dann entwickelt der Körper Fieber. Bakterien, Viren und auch Krebszellen werden inaktiviert und zerstört bevor die körpereigenen Zellen geschädigt werden. Die Hyperthermie-Therapie setzt diesen Wirkungsmechanismus bei schweren chronischen Entzündungen, bei chronischen Infektionen, bei Autoimmun- und bei Krebserkrankungen ein. Dem Körper wird entweder passiv Wärme zugeführt oder er wird zur aktiven Entwicklung von Fieber stimuliert. So werden körperfremde Zellen entfernt, die Widerstandskräfte des Körpers stimuliert und das Abwehrsystem neu ausgerichtet.

    Ein Blick in die Geschichte:
    „Gib mir die Kraft Fieber zu erzeugen und ich heile jede Krankheit!“, sagte Parmenides schon ca. 500 v.Chr.
    Coley (1891) gilt als Vater der „Krebs-Immuntherapie“ weil er bei unbehandelbaren Krebserkrankungen durch künstliches Fieber eine Rückbildung des Tumors erreichte.
    Walter-Jaueregg erhielt 1927 den Nobelpreis für die Heilung schwerer Syphiliserkrankungen durch Fieber.
    Lampert (1941) heilte an Gelbfieber erkrankte Kriegsverletzte mit Überwärmungsbädern.

    Wie wirkt die Fiebertherapie?
    Fieber – eine Erhöhung der Körperkerntemperatur - ist eine unspezifische Abwehrreaktion auf Infektionen, Fremdeiweiße und körperfremde Stoffe. Körpereigene Zellen sind widerstandsfähiger gegenüber erhöhten Temperaturen als Bakterien, Viren und Tumorzellen. Erhöhte Temperaturen können also körperfremde Zellen beseitigen, ohne den körpereigenen Zellen zu schaden. Dies mag ein Grund sein, warum kleine Kinder, wenn sie sich „einen Virus eingefangen haben“ kurzzeitig hohe Körpertemperaturen entwickeln und nach der Fieberepisode schnell wieder auf den Beinen sind. Es könnte auch erklären, warum es bei den wenigen Spontanheilungen von Krebs kurz vor der Heilung zu schwerwiegenden fieberhaften Infektionserkrankungen wie z.B. Tuberkulose gekommen war.

    Folgende Wirkmechanismen von Hyperthermie konnten bisher wissenschaftlich nachgewiesen werden:

    • Die Apoptoserate steigt (Zelltod von Tumorzellen)
    • Die Bildung und Aktivität immunkompetenter Zellen werden angeregt
    • Tumorzellen werden gegenüber Zytostatika und Bestrahlung sensitiviert
    • Schmerzen werden gelindert
    • Es kommt zur Verbesserung von Fatigue, Inappetenz und emotional-mentaler Verfassung

    Indikationen heute
    Die Fiebertherapie - Hyperthermie - wird heute bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt, wie zum Beispiel:

    1. Chronische Infektionen wie z.B. Borreliose oder Long/Post-Covid
    2. Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Fibromyalgie, Morbus Bechterew
    3. Chronische Infektionen
    4. Krebserkrankungen
    5. Depressionen

    Methoden der Hyperthermie

    Ganzkörperhyperthermie:

    • Überwärmungsbäder (passive Hyperthermie): Mitte des 20. Jahrhunderts wurden erhöhte Körpertemperaturen in der Fiebertherapie durch ansteigende Wannenbäder erzeugt.
    • Ganzkörperhyperthermie mit Infrarot-A-Strahlern (passive Hyperthermie): Die Temperatur im Organismus wird durch mehrere wassergefilterte Wärmestrahler (wIRA) erzeugt. Die Wärmeabgabe wird durch ein Isolationszelt eingeschränkt. Hierdurch können Temperaturen bis zu 42°C erzeugt werden.
    • Aktive Hyperthermie (PAMP-Immuntherapie): Durch die Injektion von fiebererzeugenden Substanzen entwickelt der Körper innerhalb weniger Stunden Temperaturen von über 41°C. Nach der Fieberperiode sinken die Temperaturen bis zum Abend wieder auf das Normalniveau. Der Vorteil dieser Therapieform ist, dass das Abwehrsystem des Patienten selbst aktiv wird und der gesamte Organismus eingeschlossen ist. Die Immunabwehr wird durch die fiebererzeugenden Substanzen abgelenkt und das Immunsystem bekommt ein Reset.

    Lokale Hyperthermie:

    • Mit zwei Plattenelektroden wird ein elektromagnetisches Feld aufgebaut und dadurch Wärme erzeugt. Die Energie kann auf eng begrenzte Körperregionen fokussiert werden und so lokal sehr hohe Temperaturen bewirken. So kann Tumorgewebe gezielt erhitzt werden, ohne dabei den Gesamtorganismus zu stark zu belasten.

    Hyperthermie in der live2give - Arztpraxis
    Wir setzen in der Praxis die Ganzkörperhyperthermie mit Infrarot-A-Strahlern, die aktive Hyperthermie mit fiebererzeugenden Substanzen und auch die lokale Hyperthermie mit dem Celsius-42-Gerät ein. Die Auswahl des Verfahrens hängt von der Erkrankung und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Eine detaillierte Ablaufplanung der Therapie erstellen wir gemeinsam mit dem/der Patient/in.

  • Ozon-Eigenbluttherapie und Ozon-Begasung

    Bei der Ozontherapie wird das reaktionsfreudige Gas Ozon mit Blut oder mit der Haut in Kontakt gebracht. Das medizinische Ozon ist ein Gemisch aus reinstem Ozon und reinstem Sauerstoff. Sowohl das Blut als auch die Haut reagieren. Im Blut kommt es zu einer Aktivierung der immunkompetenten Zellen, von körpereigenen Antioxidantien und auch der Stoffwechsel der Roten Blutkörperchen wird aktiviert. Die Haut wird durch die äußerliche Anwendung von Ozon-Gas desinfiziert und chronische Wunden heilen.

    Was können Sie erwarten?

    Bei Müdigkeit und Erschöpfung oder bei einer sich hinauszögernden Post- oder Long-Covid-Erkrankung kann die Ozon-Therapie zu einem enormen Aufschwung verhelfen.

    Bei Durchblutungsstörungen der Beine, bei nicht heilenden und infizierten Wunden werden auch da noch sehr gute Behandlungsergebnisse erreicht, wo eine konservative Therapie keinen Erfolg mehr hatte.

    Als unterstützende Therapie bei Durchblutungsstörungen des Gehirns oder des Herzens kann die Ozontherapie wesentlich zum Erhalt der Leistungsfähigkeit beitragen.

    Wie wirkt die Ozontherapie?

    Ozon ist ein hochreaktives Gas. Kommt es in Verbindung mit Blut oder mit der Haut, dann reagiert es sofort. Diese Eigenschaft macht sich die Ozontherapie zunutze:

    Bei der großen Eigenbluttherapie wird ca. 50 ml Blut abgenommen und mit Ozon angereichert. Sofort reagiert das Gas mit den roten Blutkörperchen. Der Stoffwechsel dieser Erythrozyten wird aktiviert und die anschließende Sauerstoffabgabe ins Gewebe wird erleichtert.

    Die Menge des Energieträgers ATP im Blut wird durch die Ozongabe erhöht, was auf eine erhöhte Zellaktivität zurückgeführt wird. Diese höheren Mengen an ATP stellen Energiereserven zur Verfügung, z. B. bei einem Entzündungsproblem.

    Die immunkompetenten weißen Blutkörperchen werden durch Ozon zu einer vermehrten Freisetzung von Botenstoffen (Interleukinen) stimuliert. Dies könnte das verbesserte Wohlbefinden von älteren Menschen und von Krebspatienten erklären.

    Durch die Aktivierung der körpereigenen Antioxidantien und Radikalfängern kommt es durch die Aktivierung von enzymatischen Reaktionen zu einer Entzündungshemmung.

    Wird eine nicht heilende infizierte Hautwunde mit Ozon begast werden zunächst hohe Ozondosen (80 µg/ml) eingesetzt. Dies führt zur Reinigung und Desinfektion der Wunde. Zur Wundheilung wird in den folgenden Sitzungen nur noch mit einer niedrigen Dosis von ca. 20 µg/ml Ozon begast. Dies fördert die Sauerstoffversorgung und die Bildung neuen gesunden Gewebes.

    Wie wird Ozon angewendet?

    Die häufigste Anwendung ist die große Eigenbluttherapie. 50 – 100 ml Blut werden in eine Infusionsflasche abgenommen und anschließend mit Ozon angereichert. Nach der Reaktion wird dieses Blut umgehend wieder zurück infundiert. Die Anwendung dauert zwischen 15 und 30 Minuten.

    Bei der kleinen Ozon-Eigenbluttherapie werden wenige Milliliter Blut mit Ozon angereichert und dann in die Muskulatur injiziert. Es wird u. a. zur Behandlung allergischer Erkrankungen und zur generellen Verbesserung der körpereigenen Abwehr eingesetzt.

    Bei der lokalen Begasung von Wunden wird ein Beutel über den Fuß gestülpt oder eine Saugglocke über den Problembereich gesetzt. Anschließend wird Ozon eingeflößt und nach einer Einwirkungszeit von 2- 15 Minuten wieder abgesaugt.

    Schließlich kann das Ozon auch über den Darm verabreicht werden. Diese unkomplizierte und wirksame Methode setzt man ein, wenn eine große Eigenbluttherapie z.B. wegen schwierigen Gefäßbedingungen nicht durchführbar ist. Auch bei Kindern kommt diese einfache nebenwirkungsfreie Therapie zum Einsatz z. B. bei Allergien, geschwächtem Immunsystem, Autoimmunerkrankungen, Neurodermitis etc.

    Und wann wirkt es?

    Schon nach der ersten Anwendung können Sie Auswirkungen bemerken: Sie fühlen sich vitaler oder die Wundreizung geht zurück. Normalerweise brauchen Sie aber 5-15 Anwendungen, um einen deutlichen und auch anhaltenden Effekt der Therapie zu erleben. Die Anwendungshäufigkeit hängt natürlich sehr von der zu behandelnden Krankheit ab.

    Wann sollte keine Ozontherapie angewandt werden?

    Als Kontraindikationen gelten

    • eine nicht oder schlecht eingestellte Schilddrüsenüberfunktion
    • ein Mangel an dem Enzym Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase
    • Blutungsneigung und bestehende Blutungen
    • Akutes Versagen von Nieren, Herz oder Kreislauf
    • schwere unklare Erkrankungen
    • Vergiftungen (z.B. Alkohol)
  • IHHT (Höhentraining)

    Höhentraining ist aus dem Spitzensport bekannt. Trainingslager in großer Höhe, wo der Sauerstoffgehalt der Luft geringer ist, führen zu verbesserter Leistungsfähigkeit. Die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle, werden erneuert und ihre Anzahl erhöht.

    Inzwischen lässt sich dieser Trainingseffekt durch hochwertige technische Lösungen realisieren. Das IHHT wechselt zwischen einem reduzierten und einem erhöhten Sauerstoffgehalt. Patientin / Patient merken davon nichts, es ist also eine sehr angenehme Therapiemethode. Durch diesen Wechsel zwischen Hypoxie und Hyperoxie ist der Effekt auf die Leistungsfähigkeit nochmal erhöht.

  • Hochdosis-Vitamin-C-Infusionen

    Ascorbinsäure ist ein sehr effektiver Radikalfänger im Körper. Außerdem ist sie als Kofaktor an vielen biochemischen Reaktionen beteiligt. Unter Stressbedingungen, wie bestimmten chronischen Erkrankungen, ist der Körper vermehrt freien Radikalen ausgesetzt. Unter solchen Gegebenheiten, kann Vitamin C wertvolle Unterstützung leisten.

    Hochdosis-Vitamin-C-Infusionen werden eingesetzt um entzündliche Vorgänge zu bekämpfen. In der adjuvanten Krebstherapie leisten diese Infusionen ebenfalls gute Dienste: hochdosierte Vitamin-C-Infusionen zeigen tumortoxische Wirkungen, verstärken die Wirkung bestimmter Chemotherapeutika und verbessert die Nebenwirkungen dieser Therapien.

  • Infusionen mit Naturstoffen

    Verschiedene Naturstoffe können in Reinstform als Infusion gegeben werden. Das bietet sich beispielsweise bei hochpotenten Stoffen mit guter Verträglichkeit aber niedriger Bioverfügbarkeit an, wie zum Beispiel Curcumin aus dem Kurkumawurzelstock. Sowohl Curcumin als auch Artesunat und Resveratrol gelten als vielversprechende adjuvante Therapiemöglichkeiten, um zum Teil selbst schwere Erkrankungen besser behandeln zu können.

    Ihr Haupteinsatzgebiet finden Curcumininfusionen in der komplementären Krebstherapie. Einerseits kann die Wirkung einer Chemotherapie verstärkt werden, während gleichzeitig die Nebenwirkungen abgemildert werden können. Außerdem wird der pflanzliche Stoff bei inflammatorischen Prozessen, bei Magen-, Darm- und Hauterkrankungen sowie neurodegenerativen, kardiovaskulären und metabolischen Krankheitsbildern als sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Therapie eingesetzt.

    Resveratrol fängt einerseits Sauerstoffradikale im Körper ab (anti-oxidative Wirkung) hemmt außerdem aber auch Entzündungsprozesse und moduliert Stoffwechselvorgänge im Körper. Resveratrol wird deshalb wie Curcumin und Artesunat in der komplementären Tumortherapie eingesetzt. Die Infusionen mit dem Naturstoff Resveratrol wirken außerdem kardio- und neuroprotektiv.

  • Phytotherapie

    Früher gehörten zum Studium der Humanmedizin Grundkenntnisse der Botanik. Die Therapie von Erkrankungen schloss eine Kenntnis der Heilpflanzen ein – der Gang durch einen botanischen Garten war obligatorisch, weil dies die Apotheke war, die dem Heilkundigen zur Verfügung stand.

    Jede Pflanze besteht aus einer komplexen Komposition an Inhaltsstoffen. Oftmals ist gerade das Zusammenspiel einiger dieser Substanzen, für die positive Wirkung der Pflanze verantwortlich. Gemeinsam unterstützen sie die Heilungsprozesse im menschlichen Körper. Verschiedene Heilpflanzen - und damit auch verschiedene Inhaltsstoffe - verlangen eine unterschiedliche Zubereitung.

    Wir verwenden Frischpflanzen, Pflanzensäfte und auch Fertigarzneimittel aus Pflanzenextrakten in der Therapie. Heimische Pflanzen wie Salbei, Brennnessel, Schlüsselblume, Kamille und Johanniskraut als Tees, nicht heimische Pflanzen wie indischer Weihrauch und Sägepalme als Fertigarzneimittel, extrahierte Öle wie Teebaumöl, Leinöl und Weizenkeimöl – dies sind nur einige wenige Beispiele.

    Anwendungsbeispiele für diese Heilmittel:

    • Erkältungskrankheiten
    • rheumatische Beschwerden
    • Asthma
    • Erkrankungen der Prostata
    • Entzündungen
    • Arteriosklerose
    • dermatologische Erkrankungen
  • Bio-/Neurofeedbacktherapie

    Unbewusste Vorgänge in unserem Körper trainieren

    Wenn Sie jetzt in den Spiegel schauen und Ihnen an Ihrem Aussehen etwas nicht gefallen sollte, werden Sie es baldmöglichst ändern. Genauso ist es mit dem Biofeedback: Es fungiert als Spiegel. Körpersignale, die normalerweise unbewusst ablaufen, werden wahrnehmbar gemacht und können durch das Feedback willentlich beeinflusst werden.

    Wie funktioniert Biofeedback?

    Nur das, was wir registrieren, können wir beeinflussen. Häufig werden uns körperliche Prozesse erst dann bewusst, wenn sie unangenehm werden oder zu Beschwerden führen (z.B. Bluthochdruck, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen). Normalerweise werden diese Vorgänge von unserem autonomen Nervensystem geregelt; sie entziehen sich unserem willentlichen Einfluss. Biofeedback ermöglicht es, diese unbewusst ablaufenden Körperprozesse (z.B. Muskeltonus oder Pulsfrequenz) sichtbar zu machen. Über spezielle Sensoren werden diese Körperparameter gemessen, auf einen Computer übertragen und grafisch aufbereitet. Auf dem Bildschirm sehen Sie dann, was in Ihrem Körper gerade vorgeht und wie Sie Ihre Körperfunktionen durch Gedanken, Emotionen, Entspannung oder Stress verändern können. Es wird Ihnen ein Spiegel vorgehalten. Beim Neurofeedback, einem Spezialbereich des Biofeedbacks, werden die Gehirnaktivitäten mittels EEG-Elektroden gemessen und auf den Computer übertragen. Auch diese Aktivitäten können Sie gezielt verändern und nachhaltig trainieren.

    Biofeedback ist ein nachhaltiger Lernprozess

    Das Biofeedback-Training basiert auf dem Prinzip des implizierten Lernens, d.h. des Lernens durch Erfahrung. Wer einmal Fahrradfahren gelernt hat, verlernt es nicht mehr. So ist es auch mit den Fähigkeiten, die beim Biofeedback erlernt werden. Sie werden verinnerlicht. Um dahin zu kommen, sind aktive Mitarbeit und Ausdauer während der Trainingsphase essenziell.

    Wie läuft Biofeedback praktisch ab?

    Je nach Beschwerdebild oder Indikation werden verschiedene Sensoren am Körper angebracht (z.B. Fingersensor, Atemgurt, Sensoren zur Erhebung der Muskelspannung, EEG-Elektroden am Kopf). Parameter wie Puls, Atemfrequenz, Schweißdrüsenaktivität werden kontinuierlich gemessen und am Bildschirm sichtbar bzw. hörbar dargestellt, beispielsweise in Form von Linien, Balken, Tönen. Auch Veränderungen der Gehirnaktivität können durch ein sichtbares und hörbares Feedback verstärkt werden. So können Sie unmittelbar beobachten, wie der eigene Organismus auf innere Vorgänge (z.B. Vorstellen einer Stress-Situation) oder äußere Einflüsse (z.B. Lärm) reagiert. In den Biofeedback-Einheiten werden anschließend individuelle Verhaltensweisen und Strategien erarbeitet, um Körpersignale in die gewünschte Richtung zu verändern. Im weiteren Therapieverlauf gelingt es dann zunehmend besser, die erprobten Strategien auch ohne Gerät im Alltag anzuwenden.

    Wie lange dauert das Training?

    Ein Biofeedback-Training wird in 3 Phasen unterteilt:

    1. Lernphase
    2. Automatisierungsphase
    3. Stabilisierungsphase

    Eine Therapiesitzung dauert ca. 60 Minuten. Ein erfolgreiches Biofeedback-Training umfasst 10 bis 20 Sitzungen. Bei bestimmten Krankheitsbildern können aber auch mehr Therapieeinheiten notwendig sein. In der Lernphase wird zweimal wöchentlich, danach je nach Bedarf einmal wöchentlich eine Sitzung empfohlen.

    Typische Einsatzgebiete:

    • Migräne, Spannungskopfschmerz **
    • Stress / Burnout
    • ADS/ADHS *
    • Konzentrationsstörungen
    • Legasthenie
    • Inkontinenz
    • Schlafstörungen
    • Tinnitus
    • Depressionen
    • Postraumatsche Belastungsstörungen
    • Angstzustände, Panikattacken
    • Chronische Schmerzen
    • Muskuläre Verspannungen
    • Bluthochdruck
    • Durchblutungsstörungen (z.B. M. Raynaud)
    • Unterstützendes Training bei der Behandlung von psychosomatischen Beschwerden
    • Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten im Alter
    • Spitzenleistungstraining (Peak Performance)

    Biofeedback ist

    • absolut schmerzfrei
    • gut mit anderen Therapien kombinierbar
    • frei von Nebenwirkungen
    • langfristig wirksam
    • auch für Kinder und Jugendliche geeignet
    • wissenschaftlich gut belegt

    übrigens:

    *Seit Juni 2018 ist Neurofeedback Bestandteil der interdisziplinären evidenz- und konsensbasierten S3 Leitlinie zur Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter (AWMF-Registernummer 028-045) und wird damit als evidenzbasierte, medizinisch sinnvolle Intervention angesehen.

    **Die deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DGMK) empfiehlt in ihren evidenz- basierten Leitlinien die Biofeedbacktherapie als eine nichtmedikamentöse Behandlungsform.

  • Colon-Hydrotherapie

    Die Colon-Hydro-Therapie ist eine schmerzlose, nebenwirkungsarme, natürliche Behandlung, die den Dickdarm reinigt und zu einer Umstimmung des Vegetativums beiträgt. Während diese Behandlung wird der Darm innerhalb von 30 Minuten mit ungefähr 10 Litern warmem Wasser beständig gespült. Auf diese Weise kommt es zu einer schonenden Entleerung des Dickdarms. Diese Spülung wird innerhalb von 2 Wochen mindestens 4- bis 6-mal wiederholt. Sie wird von geschultem Fachpersonal durchgeführt.

    Darmspülungen haben 2 wesentliche Wirkungen auf den Körper:

    1. Sie reinigen den Dickdarm bis zum Übergang in den Dünndarm.

    2. Es wird ein starker vegetativer Reiz gesetzt. Der Organismus wird zur Umstellung auf einen Entspannungsmodus getriggert.

    Anwendungsbeispiele:

    - Stuhlverstopfung

    - rheumatische Erkrankungen

    - Müdigkeit und Erschöpfung

    - bei Fasten, Ernährungsumstellungen und Kuren

    - Neurodermitis

    - Bluthochdruck

    - Burnout-Syndrom

    - Migräne

    „Ein kranker Darm ist die Wurzel allen Übels, weil dieses Zentrum den gesamten Körper bis in die kleinste Zelle versorgt.“ (Hippokrates)

  • Kneipp'sche Hydrotherapie

    „Durch Kaltwasserreize kommt es zu einer Normalisierung der Immunbalance“

    Als Sebastian Kneipp mit 28 Jahren (1849) schwer an Tuberkulose erkrankte nahm er 2-3x wöchentlich kurze Tauchbäder in der eiskalten Donau (November) und rannte anschließend nach Hause. Seine Gesundheit besserte sich, bis er vollständig wieder hergestellt war. Bis heute kennen wir die Kneipptherapie als „Abhärtungstherapie“.

    Inzwischen können wir im Blut die Aktivität des Immunsystems nach Kaltwasserreizen erfassen. Je nach Ausrichtung des Immunsystems werden unterschiedliche Lymphozyten aktiviert und produzieren Botenstoffe (Interleukine). Diese können gemessen werden.

    Folgende Hydrotherapieverfahren bieten wir an

    • Stangerbad und Vierzellenbad
    • Unterwasserdruckstrahlmassage
    • Arm- und Fußbäder
    • Überwärmungsbad
    • Öldispersionsbad
    • Colon-Hydro-Therapie
    • Sämtliche Kneippschen Güsse
    • Heiße und kalte Wickel
    • Fango

    Anwendungsbeispiele für Hydrotherapie

    • Bluthochdruck
    • Erkältungskrankheiten
    • Rehabilitation bei Herz- und Kreislauferkrankungen
    • Erschöpfungszustände in der Aufbauphase, depressive Erkrankungen
    • Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen
    • Darmerkrankungen (Colitis, Blähbauch, Stuhlverstopfung u.a.)
  • Hydroelektrisches Bad - Stangerbard

    Sie liegen entspannt ein einer 600 Liter großen Badewanne. Je nach Bedarf können Ströme quer, längs oder diagonal durch das Wasser geleitet werden. Diese wirken schmerzlindernd, entspannend und fördern die Durchblutung.

    Eingesetzt werden Impulsströme zur Kräftigung der Muskulatur (z.B. bei gelähmter oder geschwächter Muskulatur), Gleichströme und diadynamische Ströme dienen der Schmerzlinderung besonders bei Erkrankungen des Bewegungsapparates.

    Bei schlaffen Lähmungen wird das Zentralnervensystem über einen aufsteigenden Gleichstrom (Galvanisation) angeregt, bei schmerzhaften Muskel- und Skeletterkrankungen wird über einen absteigenden Gleichstrom das ZNS beruhigt.

    Querdurchflutungen werden unter anderem bei Schmerzen in Hüft- oder Kniegelenken eingesetzt.

    Zusammen mit der Unterwasserdruckstrahlmassage wird das Stangerbad übrigens erfolgreich im Profifußball zur Regeneration und Therapie eingesetzt.

  • Hydroelektrisches Bad - Vierzellenbad

    Sollten Sie wegen Herzbeschwerden kein Vollbad vertragen, sind Sie hier richtig. Die gleichen Stromformen wie beim Stangerbad finden hier Anwendung – und zwar sitzend. Teilbäder mit unterschiedlichen Temperaturen können hier sehr gut durchgeführt werden. Eine gesundheitsförderliche Wirkung von Kopf bis Fuß.

  • Wundversorgung und kleine Chirurgie

    Wir bieten kleinchirurgische Eingriffe wie Entfernung von kleinen Hautveränderungen, Talgdrüsen oder eingewachsenen Zehennägeln und Punktionen von Befunden (z. B. Ascites, Pleura) in der unserer Praxis an. Auch Schnitt­verletzungen oder Rissquetschwunden sowie chronische Wunden werden versorgt.

Ganzheitlicher Ansatz

Kombination von Therapieformen

Je nachdem welche Beschwerden Sie haben, können wir Ihnen gezielte Therapieformen aus unseren Praxen vorstellen. Oft ist die Kombination verschiedener Therapieansätze die beste Lösung. Entdecken Sie dafür das Angebot unserer Physio- und Ergotherapiepraxis.